Warenzeichen „Cupuaçu“ in Japan annulliert

01.03.2004 - Die Kampagne gegen Biopiraterie, initiiert von der brasilianischen nichtstaatlichen Organisation Amazonlink.org, errang heute einen wichtigen Sieg im Kampf gegen die Monopolisierung der Amazonas-Ressourcen. Das japanische Patentamt (JPO) entschied in Tokio das Warenzeichen „Cupuaçu“ zu löschen. "Cupuaçu" ist der Name einer amazonischen Frucht und wurde 1998 von der japanischen Firma „Asahi Foods“ in Japan als Warenzeichen eingetragen.

Die JPO-Prüfer stimmten zur Gänze mit den von Amazonlink, GTA, APA Flora und anderen Partnerorganisationen in ihrem Antrag angeführten Argumenten überein. Die Anwältin der Kampagne, Adriana Vicentin (Rechtsanwaltsbüro Trench, Rossi & Watanabe) bestätigt, daß die Entscheidung durch keine andere Verwaltungsmaßnahme angefochten weden kann. „Allerdings kann Asahi Foods innerhalb von dreißig Tagen ab dem Datum der Entscheidung bei dem´Tokyo High Court´ Berufung einlegen.”

„Es geht um weit mehr als die Löschung eines Warenzeichens. Der Fall Cupuaçu zeigt die Möglichkeit der Zivilgesellschaft auf, sich diesen Übergriffen und Versuchen der Monopolisierung biologischer Resourcen entgegenzusetzen.“ so Michael Schmidlehner, Präsident von Amazonlink. „Ein weiterer wichtiger Punkt ist, daß dieser Prozess und die Kampagne uns die Möglichkeit gegeben haben mehr Klarheit in dieses oft der breiten Bevölkerung schwer zugängliche Thema zu bringen.“ bekräftigte Schmidlehner.


Vorige Woche hatte das japanische Patentamt bereits den von Asahi gestellten Patentantrag auf die Produktion der Cupuacu-Schokolade (Cupulate) abgelehnt.