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WEITERE FALLBEISPIELE

Die Liste der neuen Fälle, in denen das traditionelle Wissen verwendet wurde, um Pflanzen in den industrialisierten Ländern zu patentieren, ist lang. Hier noch einige Beispiele:

Biribiri
In Kanada hat eine kleine Firma, „Biolink“, die Substanz rupununine patentiert, die von den Samen von bibiri (Octotea radioei, einer amazonischen Pflanze) extrahiert wird. Das Wapixana-Volk in Roraima benutzt die Substanz als empfängnisverhütendes Mittel. Das kanadische Labor hofft, ein Produkt zu entwickeln, dass Tumore und AIDS bekämpfen könnte. Biolink möchte auch die Substanz cumaniol patentieren lassen, die von dem Gift der wilden Maniok-Pflanze gebildet und benutzt wird, um Fische im Amazonasbecken zu fangen. Das neue Produkt könnte - nach Ansicht der kanadischen Firma - verwendet werden, um das Herz während schwierigen Operationen zu stoppen.

Giftstoff des Amazonas-Froschs Epipedobates tricolor
Ein anderes interessantes Beispiel ist der Fall von Epibatidine, im November 1998 veröffentlicht durch die nichtstaatliche Organisation „Acción Ecológica“ Ecuadors: Die Forscher der Firma „Abbott Laboratories“, eines Riesen im pharmazeutischen Sektor, verkündeten die Synthese eines neuen Stoff - gebildet vom Giftstoff des Frosches Epipedobates tricolor, der in der Haut des Amazonas-Frosches gefunden wurde. Nach Ansicht der Wissenschaftler könnte die Droge die erste in einer Reihe von Schmerz-Analgetika werden, die fähig ist, die Opiumderivate zu ersetzen. Aber das Gift dieses Frosches wird traditionell von den indigenen Völkern im Regenwald genutzt. Die Wissenschaftler führten – illegal! - 750 Frösche der bedrohten Art aus, ohne die dafür nötige notwendige Erlaubnis eingeholt zu haben. . Die Organisation NGO „Acción Ecologica“ verlangt den Widerruf des Patents: „The patent is an act of aggression against our national sovereignty and our biological diversity.“

Venezuela: Forschung im Yanomami-Land
1999 schloss das Umweltministerium von Venezuela einen Vertrag mit der Universität von Zürich ab, in dem die Universität autorisiert wird, in den Gebieten des Yanomami-Volks nach interessanten Pflanzen zu suchen. Der Vertrag sieht sogar Zahlungen direkt an die Yanomani vor. Allerdings wurde das Regenwaldvolk selbst nicht um Einverständnis gefragt. Der Sprecher der „Organisation der Indigenen Völker des Amazonas-Staats" (ORIPA) lehnt diesen deswegen ab: „It affects us because they are planning to patent our knowledge, and the benefits that were supposed to get from this are not clear. This knowledge, this information, is the collective property of our peoples, not the property of a foreign company." (El Nacional, Caracas, Venezuela, 26.1.1999)


Bibliographie

  • Green Piracy, by Alessandra Dalevi, BRAZZIL July 1997
  • Gene, Patente und die Life Industry", Greenpeace Germany 2000

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